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Die Suche nach CBD-Ölen bei dm und Rossmann erwies sich bis vor Kurzem noch als erfolgreich. Mittlerweile ist sie sowohl im stationären Handel als auch in den Onlineshops vergeblich. Kein Wunder, ordneten doch die Drogeriemarktketten jüngst einen (vorläufigen) Verkaufsstopp von Cannabis-Produkten an. Rechtliche Unklarheiten und mögliche negative Folgen des Verkaufs stehen als ausschlaggebender Grund im Raum.

dm und Rossmann verbannen Cannabis-Produkte aus Sortiment

Die Begeisterung für Cannabidiol-Produkte breitete sich auch in den Drogeriemärkten von dm und Rossmann aus. Aufgrund der stark steigenden Nachfrage hielt noch vor wenigen Monaten fünf- bzw. zehnprozentiges CBD-Öl Einzug in die Regale der Märkte und ins Sortiment der Onlineshops. dm entschied sich für das Öl der Marke “Limucan”, Rossmann hingegen für das von “nutree”.  Diese Produkte machten kürzlich jedoch ihren Abflug, nachdem die beiden Handelsunternehmen die Öle sang- und klanglos aus ihrem Sortiment verbannt hatten.

Behörden nahmen CBD-Branche unter die Lupe

Der Grund für den Tritt auf die Bremse ist die rechtliche Unklarheit, was den Verkauf von CBD-Öl betrifft. Lebensmittelbehörden haben zudem Anfang des Jahres die Grenz- und Richtwerte von Cannabidiol-Produkten in Deutschland überprüft. In der CBD-Branche hätten Behörden Stichproben genommen und Razzien durchgeführt, wie Murad Salameh, Geschäftsführer von Limucan dem Onlinemagazin utopia.de verrät. Um auf Nummer sicher zu gehen, verließen dm und Rossmann die rechtliche Grauzone. Nicht zuletzt, um mögliche Strafverfolgungen und Imageschäden zu vermeiden.

EU stuft CBD als “zulassungspflichtig” ein

Dass die beiden Drogerie-Riesen die Öle nicht mehr verkaufen, könnte noch einen weiteren Grund haben. Die EU-Kommission stuft Cannabidiol als sogenanntes „Novel Food“ (neuartiges Lebensmittel) und somit als zulassungspflichtig ein. Für Novel Foods gelten bestimmte Kennzeichnungspflichten, außerdem sind sie als “nicht verkehrsfähig” eingestuft. Ein Zulassungsverfahren wäre notwendig. “Unterm Strich geht es darum, Cannabidiol vom Markt zu nehmen, damit es nur noch als pharmazeutischer Stoff verkauft werden kann”, sagt Murad Salameh. Wie das Onlinemagazin utopia.de berichtet, versucht die CBD-Branche nun, sich gegen die Einschränkungen zu wehren unter anderem hat sich ein Verband an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gewandt.

CBD: Rechtliche Lage in Deutschland und Österreich

Cannabis-Produkte, die einen THC-Gehalt von 0,2 Prozent überschreiten, dürfen nicht vertrieben werden. Produkte mit “minimalem Gehalt an THC”, worunter auch CBD fällt, sind für den “gewerblichen und wissenschaftlichen” Zweck durchaus nutzbar. Allein der Verkauf für den nicht-kosmetischen Eigengebrauch sprich Verzehr ist demnach verboten. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte lässt ein Hintertürchen offen: Produkte wie zum Beispiel Kaugummis und Kosmetika, die CBD enthalten, bleiben im Verkauf.

CBD ist in Österreich erlaubt und erfreut sich steigender Beliebtheit. Es unterliegt – anders als THC – nicht dem Arznei- bzw. Suchtmittelgesetz. Produkte können bis dato damit legal ver- und gekauft werden, solange sie nicht als Medizinprodukt oder Arznei angeboten werden. Der Grenzwert des THC-Gehalts liegt bei 0,3 Prozent.

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DM und Rossmann verbannen Cannabis Produkte aus Regalen

https://utopia.de/dm-rossmann-cannabis-cannabidiol-oel-118938

https://www.focus.de/finanzen/news/unternehmen/auf-druck-der-behoerden-dm-und-rossmann-nehmen-cannabis-produkte-aus-dem-sortiment-ab-sofort_id_10628567.html

https://www.chip.de/news/dm-Rossmann-nehmen-Cannabis-Produkte-aus-dem-Verkauf_166853776.html

https://fm4.orf.at/stories/2856920/

https://www.netcoo.com/direct-selling/novel-food-verordnung-hat-die-pharmalobby-jetzt-auch-cbd-produkten-den-kampf-angesagt/

 

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